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	<title>Geschichte | Molitor Sport Wengen</title>
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	<description>Das Sportgeschäft für Ski, Snowboard und Sommer</description>
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	<title>Geschichte | Molitor Sport Wengen</title>
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		<title>«Kari hätte seine Freude daran»</title>
		<link>https://www.molitor.ch/2018/12/20/kari-haette-seine-freude-daran/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[philipp.avenell]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Dec 2018 16:49:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gibt zwei neue Ski auf dem Markt. Namensgeber ist der elfmalige Lauberhorngewinner Karl Molitor. Hergestellt werden die Sportgeräte in der Schweiz. Quelle: Berner Oberländer Blau, mit dunkelblauen und weissen Akzenten, darüber der Schriftzug Molitor. Schlicht sind sie gehalten, die beiden neuen Ski von Molitor Sport in Wengen, die ab diesem Winter in 28 exklusiven [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt zwei neue Ski auf dem Markt. Namensgeber ist der elfmalige Lauberhorngewinner Karl Molitor. Hergestellt werden die Sportgeräte in der Schweiz.</p>
<p><strong>Quelle: <a href="https://www.berneroberlaender.ch/articles/18607710#overlay_input" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berner Oberländer</a></strong></p>
<p>Blau, mit dunkelblauen und weissen Akzenten, darüber der Schriftzug Molitor. Schlicht sind sie gehalten, die beiden neuen Ski von Molitor Sport in Wengen, die ab diesem Winter in 28 exklusiven Sportgeschäften erhältlich sein werden. Aus einer Idee wurde ein marktreifes Produkt, das den berühmten Namen in die Neuzeit überführen soll. «Wir wollten den Namen Molitor nicht einfach marketingmässig auspressen, sondern etwas Nachhaltiges schaffen», erzählen Elisabeth und Beat von Allmen in ihrem Sportgeschäft.</p>
<p>Nun also prangt der Name Molitor auf zwei Ski, mit unterschiedlichen Charakteristiken. Der eine ist mehr Slalom-, der andere mehr Riesenslalomski, aber in jedem Gelände gut zu fahren und sowohl von routinierten als auch von genussorientierten Fahrern gut zu beherrschen. «Wir sind sehr stolz darauf, Kari hätte seine Freude daran», sagen die beiden. Natürlich sind die Ski «Swiss Made», ein Label, das nach den neuen Vorgaben des Bundes nicht mehr jeder erhält. Hergestellt werden die Ski bei Stöckli im luzernischen Malters.</p>
<h2>Kein «Copy-Paste»</h2>
<p>Molitor, ein Name, eine Legende. Wer vom Lauberhorn spricht, kommt um diesen Namen nicht herum, zu gross sind die Verdienste von Karl Molitor am legendären Rennen, am Schweizer Skirennsport und nicht zuletzt auch an der Skiindustrie, der er mit seinen handgefertigten Skischuhen viele Impulse verlieh. Ein historisches Erbe, das im Laden von Molitor Sport in Wengen immer noch greifbar ist: Alle Medaillen von Karl Molitor sind im Sportgeschäft ausgestellt.</p>
<p>Am Lauberhorn feierte er elf Siege, sechs davon in der Abfahrt. Eine Marke, die bis heute unerreicht ist. Auch die beiden olympischen Medaillen (Bronze und Silber) von den Spielen in St. Moritz 1948 sind zu sehen. Doch wie erhält man eine solche glorreiche Vergangenheit am Leben, und wie verleiht man dem heute noch bekannten Namen neue Impulse? Diese Fragen stellten sich Elisabeth und Beat von Allmen, sie haben das Geschäft im Jahr 2012 von der Familie Molitor übernommen. «Es ist ein wichtiger Ski für uns», sagt Beat von Allmen. Der Ski sei nicht einfach ein «Copy-Paste» bestehender Ski, sondern eine komplette Neuentwicklung. Doch bis es so weit war: ein Husarenritt, wie von Allmens sagen.</p>
<p>Innert 14 Monaten wurde ein nigelnagelneues Pro¬dukt aus dem Boden gestampft. «Wir sind sehr stolz darauf», sagen die beiden. Entwickelt hat den Ski die Premium Sports Group (PSG), zu der 28 Sporfach¬geschäfte der Schweiz gehören, auch Molitor Sport in Wengen, in einer engen und gemeinsamen Zusammenarbeit mit der Firma Stöckli. Ohne das grosse Know-how der PSG und Stöckli, die zusammen mit Fachwissen und Flexibilität glänzten, wäre das laut von Allmens undenkbar gewesen. Getestet wurden die Prototypen im vorigen Jahr von der Projektgruppe der PSG kurz vor Weihnachten. «Die Ski waren schön geschmeidig, sehr laufruhig und stabil bis zum Kurvenschluss», so das Fazit der Tester. Im Sommer fand dann auf dem Zermatter Gletscher das Fotoshooting für das Werbematerial statt. Ein herzliches Verhältnis Gemeinsam tausche man sich aus und versuche, die Wünsche der Kunden zu erkennen und&nbsp;entsprechende Materialien in das Produkt einzubauen, sagt Beat von Allmen.</p>
<p>«Nur das Beste ist gut genug», lautet denn auch das Motto der PSG. Mit ausgesuch­ten, teils exklusiven Marken und einem entsprechenden Service – auch nach dem Kauf. Das wäre auch ganz im Sinn und Geist des Namensgebers Karl Molitor. Er war nicht nur ein legendärer Sportler, sondern auch ein gewiefter Unternehmer. Und einer, der nicht gleich zu­frieden war. Im Gegenteil, er strebte immer Verbesserungen an, gut war nie gut genug. Lan­ge Zeit noch wohnte Karl Moli­tor in der Wohnung über dem Geschäft, «wir hatten ein sehr herzliches Verhältnis», sagt Eli­sabeth von Allmen. Entspre­chend behutsam wurde auch das Sportgeschäft renoviert, Beat von Allmen hatte als gelernter Zim­mermann den notwendigen Background.</p>
<p>«Als Karl Molitor das umgebaute Geschäft sah, sagte er, dass sein Erbe in guten Händen sei», weiss Elisabeth. Er verstarb 2014 im Alter von 94 Jah­ren in Grindelwald. Sein Pionier­geist und sein Drang zur Inno­vation leben nun auch ein Stück weit mit den neuen Ski weiter. Die erste Resonanz auf die Ski sei gut, sagen von Allmens, «es besteht ein riesiges Interes­se, sogar im Jelmoli House of Brands an der Zürcher Bahnhof­strasse werden die Molitor- Ski verkauft». Doch Moment. Be­kannt wurde Molitor doch auch mit seinen Skischuhen, die man bis 1977 in Wengen produzierte? «Über Skischuhe denken wir nach», sagen Elisabeth und Beat</p>
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		<title>Der erste Schnallenschuh mit Kabelzug</title>
		<link>https://www.molitor.ch/2018/07/12/der-erste-schnallenschuh-mit-kabelzug/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[philipp.avenell]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jul 2018 16:42:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Die ältesten je gefundenen Ski datieren auf über 10’000 Jahre zurück! Doch die Evolution des Sportgeräts machte erst während dem 20. Jahrhundert den entscheidenden Schritt in die Gegenwart. Ein Schweizer war an vorderster Front mit dabei &#8211; Karl Molitor. Der Rekordsieger am Lauberhorn brachte nach seiner glorreichen Karriere den Skischuh in ein neues Zeitalter. Die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die ältesten je gefundenen Ski datieren auf über 10’000 Jahre zurück! Doch die Evolution des Sportgeräts machte erst während dem 20. Jahrhundert den entscheidenden Schritt in die Gegenwart. Ein Schweizer war an vorderster Front mit dabei &#8211; Karl Molitor.</p>
<p>Der Rekordsieger am Lauberhorn brachte nach seiner glorreichen Karriere den Skischuh in ein neues Zeitalter. Die Innovation: Schnallenschuhe mit Kabelzug &#8211; aus Leder gefertigt.</p>
<p>Als 1960 die Skischuhfabrik Henke den ersten Schuh mit Schnalle entwickelt hatte, liess die Konkurrenz nicht lange auf sich warten. Doch Karl Molitor war kein billiger Nachahmer! Nein, er setzte seine eigene Idee in die Tat um. Zwar mit Schnalle, doch ein zusätzlicher Kabelzug sollte besseren Halt versprechen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-214" src="http://www.www.molitor.ch/wp-content/uploads/2018/05/Molitorschuh-622x366.png" alt="" width="622" height="366"></p>
<p>Das System beruht auf der Idee, dass das Leder beidseitig hochgezogen wird und sich so dem Fuss anschmiegt (im Gegensatz zum Henke-Schuh, der mit dem Gebrauch wie zu einer Grimasse verzogen wird). Die Idee des legendären Molitor-Skischuh war geboren.</p>
<p>Die Schnalle selbst hatte übrigens in den 50er Jahren ein Velorennfahrer erfunden, weil er zu faul war, seine Schuhe zu schnüren.</p>
<p>Nach erfolgreicher Entwicklung liess Molitor seine Idee in Zürich patentieren. Noch im selben Jahr flog der ehemalige Skirennprofi nach Amerika, um den neuen Schuh vorzustellen. Mit Erfolg! Tausende Bestellungen gingen in der Folge ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1965 war das Interesse so gross, dass der beliebte Skischuh nicht mehr ausschliesslich in Wengen produziert werden konnte. Nebst dem bestehenden Lizenzvertrag mit der Französischen Firma Heschung, zeigte eine Japanische Firma das Interesse an einer Lizenz. Die Firma Byson besuchte die Produktion in Wengen und einige Wochen später folgten die ersten Schuhe aus Japan.</p>
<p>17 Jahre nach der erfolgreichen Entwicklung des legendären Leder-Skischuhs war Schluss. Die Konkurrenz hatte während dieser Zeit einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht &#8211; Kunststoff war nicht mehr wegzudenken. Dementsprechend schloss im August 1977 die Sportschuhfabrik Molitor. Eine Stück Skisportgeschichte ging zu Ende.</p>
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		<title>Antoinette Meyer Molitor &#8211; die starke Hand an der Seite einer Legende</title>
		<link>https://www.molitor.ch/2018/07/12/antoinette-meyer-molitor-die-starke-hand-an-der-seite-einer-legende/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[philipp.avenell]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jul 2018 16:39:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Antoinette Meyer wuchs zusammen mit zwei Geschwistern in Hospental im Kanton Uri auf, wo ihre Eltern das Hotel Meyerhof führten. Jeweils im Sommer arbeitete sie an der Seite ihrer Eltern und half ihnen beim Alltag im Hotel. Dieses war im Winter geschlossen, es blieb ihr viel Zeit für das Slalomtraining. Aufgrund starker Leistungen bot der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Antoinette Meyer wuchs zusammen mit zwei Geschwistern in Hospental im Kanton Uri auf, wo ihre Eltern das Hotel Meyerhof führten. Jeweils im Sommer arbeitete sie an der Seite ihrer Eltern und half ihnen beim Alltag im Hotel. Dieses war im Winter geschlossen, es blieb ihr viel Zeit für das Slalomtraining.</p>
<p>Aufgrund starker Leistungen bot der Schweizer Skiverband 1942 ein Trainingskurs in Davos an. Dort lernte sie auch ihren späteren Ehemann, Karl Molitor, kennen. In den darauffolgenden Jahren steigerte sie ihre Leistungen dementsprechend und gewann zwischen 1943 und 1945 vier Schweizer Meistertitel in der Abfahrt, Slalom und Kombination.</p>
<p>An den Olympischen Winterspielen von 1948 gewann Meyer schliesslich die Silbermedaille im Slalom, mit einer halben Sekunde Rückstand auf die Siegerin Gretchen Fraser aus den Vereinigten Staaten. Die alpinen Skirennen wurden dazumal auch als Weltmeisterschaft gewertet, weshalb sie zusätzlich eine WM-Silbermedaille erhielt. Mit diesem Erfolg beendete Antoinette Meyer ihre Skisportliche Laufbahn.</p>
<p>Noch im selben Jahr heiratete sie ihren Lebensgefährten, Karl Molitor. Sie zogen nach Wengen, wo der Sohn eines Schuhmachers das Geschäft des Vaters übernehmen wollte. Dort lebte Antoinette mit ihrem Ehemann für die nächsten sechs Jahrzehnte. 1950 bekamen die beiden einen Sohn.</p>
<p>Zusammen mit Karl Molitor und ihren Schwiegereltern führte Meyer das heutige Sportgeschäft “Molitor Sport” in Wengen. Zu ihrem Aufgabenbereich gehörte insbesondere der Einkauf der Skimodeartikel.</p>
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		<title>Karl Molitor, der Rekordsieger am Lauberhorn</title>
		<link>https://www.molitor.ch/2018/07/12/karl-molitor-der-rekordsieger-am-lauberhorn/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[philipp.avenell]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jul 2018 16:36:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[Sechs Mal konnte Karl Molitor die Lauberhornabfahrt gewinnen, doch sein erster Sieg war ein ganz besonderer. Karl Molitor war einer der ganz grossen des Schweizer Ski-Sports. In den späten 30er und den frühen 40er-Jahren polarisierte er den Ski-Zirkus in der Abfahrtsdisziplin wie kein Zweiter. 1938 konnte Skirennfahrer die Lauberhornabfahrt in der Junioren-Kategorie zum ersten Mal [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sechs Mal konnte Karl Molitor die Lauberhornabfahrt gewinnen, doch sein erster Sieg war ein ganz besonderer. Karl Molitor war einer der ganz grossen des Schweizer Ski-Sports. In den späten 30er und den frühen 40er-Jahren polarisierte er den Ski-Zirkus in der Abfahrtsdisziplin wie kein Zweiter.</p>
<p>1938 konnte Skirennfahrer die Lauberhornabfahrt in der Junioren-Kategorie zum ersten Mal gewinnen. Nur ein Jahr später folgte bereits der erste Triumph bei den Erwachsenen. Zwar wiederholte Karl Molitor dieses Kunststück noch weitere fünf Mal und ist damit der Rekord-Titelhalter, keiner seiner Siege war allerdings so kurios und faszinierend wie derjenige 1939.</p>
<p><strong>Karl Molitor, der Rekordsieger am Lauberhorn.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-654" src="http://www.www.molitor.ch/wp-content/uploads/2018/07/karl-molitor-1024x576.jpg" alt="" width="1024" height="576" /></p>
<p>Als Sohn eines Schuhmachers und Sportfachgeschäftbetreibers, bemerkte der in Wengen geborene Molitor früh seine Vorliebe für den Skisport. Bereits als 13-jähriger Knirps machte er mit der Teilnahme am Jungfrau-Sprunglauf (Skispringen) auf sich aufmerksam. Später konzentrierte sich der talentierte Berner Oberländer auf die alpinen Disziplinen Abfahrt und Slalom.</p>
<p>So kam es 1939 dazu, dass Molitor an seinem Heimrennen in Wengen, notabene die schwierigste Abfahrt der Welt, zum ersten Mal triumphierte. Er gewann die Lauberhornabfahrt damals mit sage und schreibe neun Sekunden Vorsprung (!), was damals in der ganzen Schweiz für Aufsehen sorgte.</p>
<p><strong>Wie hat er das nur gemacht?</strong></p>
<p>Neun Sekunden Vorsprung waren auch in der damaligen Zeit eine ganze Menge. Die Skifahrer der damaligen Zeit litten alle unter dem gleichen Problem: Wegen des zweiten Weltkriegs fehlten ihnen oftmals die internationale Konkurrenz. Die Fahrer mussten sich aber auch gegen Fahrer aus dem deutschen Reich behaupten. Die Schweizer wollten damals nicht riskieren, dass nach drei Schweizer Abfahrts-Triumphen in den Jahren davor 1939 ein Deutscher das Rennen machte. Also haben sich, allen voran der Lehrer und die Schulkollegen Karl Molitors, etwas überlegt um die Deutschen zu besiegen. So besagt es die Legende. Vielleicht hatten sie auch einfach Angst, dass &#8222;Moli&#8220; nicht genug Potential habe, gegen die Gegner zu bestehen.</p>
<p>Anyway: In der Nacht bevor das Rennen stattfand, präparierten sie eine ca. 150 Meter lange Abkürzung, um ihrem Freund Karl Molitor zum Sieg zu verhelfen.</p>
<p>Das Ganze funktionierte und niemand kam ihm auf die Schliche. Bis ins hohe Alter wurde zwar immer vermutet, Molitor könnte eine Abkürzung genommen haben, Beweise gab es allerdings nie, da es damals ja noch keine Kameras oder dergleichen gab, welche den ganzen Lauf überwachten. In einem Interview mit dem Bund lüftete Molitor allerdings irgendwann das Geheimnis: &#8222;Am Abend vor dem Rennen kam unser Dorf­lehrer zu mir und sagte, dass er mit seinen Schülern für mich beim Staubbachbänkli zwischen zwei Toren eine Abkürzung stampfen werde. Er erklärte genau, wo.Die Piste machte eine Rechtskurve, die Abkürzung führte auf direktem Weg zum nächsten Tor. Im Rennen fand ich die Stelle. Doch das Problem war, dass meine Privatpiste nur eine Skilänge breit war. Ich konnte kaum bremsen und wurde so schnell, dass ich, als ich 150 Meter weiter unten wieder auf die Piste kam, fürchterlich stürzte. Ich hatte das Glück, dass die Ski Richtung Ziel schauten, als ich wieder stand. So fuhr ich weiter, und mit ein paar Stockstössen war ich im Ziel – als Sieger mit neun Sekunden Vorsprung.&#8220;</p>
<p>1939 blieb jedoch nicht der einzige Titel am Lauberhorn: Karl Molitor gelang das Kunststück auch in den Jahren 1940, 42, 43, 45 und 47. Die insgesamt 6 Siege am Lauberhorn machen ihn damit zum unangefochtenen Rekordhalter. Sein Sieg 1939 wird aber noch lange in Erinnerung bleiben.</p>
<p>Karl Molitor wandte sich nach seiner erfolgreichen Karriere dem Beruf seines Vaters zu und führte dessen Geschäfte weiter. Daneben war er immerwieder im Ski-Zirkus aktiv und war einige Jahre Teil des FIS Slalom- und Abfahrtskomitees. Zudem war er ab 1952 Präsident des Skiclubs und Renndirektor des Lauberhornrennens in Wengen. Dieser Funktion ging er 35 Jahre lang nach. Der Schweizer verstarb am 25. August 2014 im Alter von 94 Jahren in einem Altersheim in Grindelwald.</p>
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